Musik auf vier Rädern – worauf man bei Autoradio & Co. achten sollte

Musik beim Autofahren ist für viele unerlässlich – sei es auf dem Weg in den Supermarkt, zur Arbeit oder nach Hause. Gerade auf bekannten Strecken oder zu unangenehmen Uhrzeiten führt das Abspielen unserer Lieblingssongs zu besserer Laune und verhindert aufkommende Müdigkeit. Nicht selten erwischt man sich selbst dabei, wie man leise den Text mitsingt und gleichzeitig mit dem Kopf wippt.

Dabei sind Autos aufgrund ihres Aufbaus im Grunde ein akustischer Albtraum: Die Bleche vibrieren, jegliche Fahrgeräusche gelangen ins Innere und die Glasscheiben reflektieren den Schall. Alles in allem sind das einige Komponenten, die die Klangqualität erheblich schmälern. Doch zum Glück entwickelt sich die Technik laufend weiter, weswegen heutzutage sogar auf vier Rädern immer bessere Sounds erzeugt werden können.

Wir erklären euch im Folgenden, worauf ihr bei der Wahl eines Autoradios achten solltet und welche leistungsstarken Klanggeräte man bei Bedarf nachrüsten kann.

Die Qual der Wahl: Autoradio

Die Basis für einen guten Klang bildet grundsätzlich das Autoradio des Fahrzeugs. Wer viel Musik hört, sollte sich beim Autokauf für ein Fahrzeug mit leistungsstarkem Autoradio entscheiden bzw. über die Anschaffung eines neuen Radios für sein bestehendes Fahrzeug nachdenken. Während frühere Autoradio-Modelle lediglich mit einem UKW-Radio und einem Kassetten-Laufwerk ausgestattet waren, gibt es mittlerweile allerhand Extra-Funktionen, welche von CD über DAB+ bis hin zu DVD reichen. Dieses breite Angebot führt allerdings dazu, dass es immer schwieriger wird, ein passendes Radio auszuwählen.

Als erstes Entscheidungskriterium sollte man sich die Frage stellen, ob ein integriertes Navigationssystem von Nutzen ist oder nicht. Besonders für Vielfahrer oder Personen mit schlechtem Orientierungssinn ist ein Navi die komfortabelste und beste Lösung. Wer darauf verzichten kann, muss seinen Weg auf umständlichere Weise per Smartphone oder Saugnapfnavi finden, spart allerdings auch Kosten. Im zweiten Schritt gilt es, über die Art des Musikhörens und somit über die benötigten Funktionen nachzudenken: Ist ein CD-Laufwerk noch vonnöten? Soll Musik von einem Smartphone oder einem USB-Stick abgespielt werden? Benötigt man lediglich ein übliches UKW-Radio oder lohnt sich eine Investition in das Digitalradio DAB+?

Empfehlenswert ist es, ein Exemplar mit einer guten Smartphone-Anbindung zu finden, da dieser Punkt in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird: Über Bluetooth können sich mittlerweile die meisten Geräte miteinander verbinden, sodass die Steuerung der Musikwiedergabe oder das freie Sprechen beim Telefonieren realisierbar werden. Gehobene Modelle ermöglichen es sogar, das Smartphone mittels Apple Carplay oder Android Auto gezielt zu steuern. Auch eine USB-Buchse oder ein HDMI-Anschluss sind in vielen Fällen praktisch. Wer keine hohen Kosten scheut und das ganz besondere Etwas erwerben möchte, kann auch ein Autoradio wählen, über welches sich Filme auf Deckenmonitoren abspielen lassen – ob solch ein Luxus tatsächlich nötig ist, muss jeder für sich entscheiden. Auf welches Autoradio die Wahl im Endeffekt fällt, hängt von den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen ab!

Konzertsaal auf Rollen: Car Hi-Fi

Auch das hochwertigste Autoradio gelangt allerdings an seine Grenzen, wenn es beispielsweise niedrige Frequenzen wiedergeben soll. Höhere Ansprüche an Klang, Lautstärke und Dynamik erfüllen sogenannte Nachrüstverstärker und Extra-Lautsprecher, die man nachträglich ins Auto einbauen kann. Je nach Preisklasse unterscheiden diese sich stark in Leistung und Qualität. Deshalb gilt auch hier wieder: Vor dem Kauf genau darauf definieren, welche Vorstellungen man hat und wie viel Geld man ausgeben möchte!

Zu erst einmal spielt vor allem der eigene Musikgeschmack eine Rolle bei der Wahl des Zubehörs: Wer zum Beispiel aktuellen Pop, HipHop oder House bevorzugt, der benötigt in der Regel einen satten und tiefreichenden Bass. Diesen kann man oftmals problemlos in Form eines separaten Subwoofers in das Auto integrieren – entweder als passiven Subwoofer im Kofferraum oder als kleineres Modell im Bereich des Beifahrersitzes. Außerdem können beispielsweise Hochtöner ins Armaturenbrett und Mitteltöner in die Tür gebaut werden. Für Personen, die mehr Wert auf akzeptablen Gesamtklang als auf durchschlagenden Bass legen, genügt dagegen ein einzelner Extra-Lautsprecher vorne.

Je komplexer das einzubauende System und je neuartiger der Wagen, desto schwieriger gestaltet sich der Umbau. Um die Lautsprecher einzusetzen, müssen Türverkleidung, Knöpfe und Kabel ausgebaut sowie die Bleche gedämmt werden. Zudem bedarf es entsprechenden technischen Kenntnissen, da sowohl die Kabel als auch die Autobatterie leistungsfähig genug sein müssen. In vielen Fällen werden zusätzlich ein Verstärker und ein sogenannter Kondensator nötig, damit die gewünschte Leistung erreicht werden kann. Wer keine Vorerfahrung hat, sollte die oben genannten Arbeiten dementsprechend einem Fachmann überlassen – dieser garantiert eine sichere Umrüstung und kann die Ausstattung an die individuellen Wünsche seines Kunden anpassen.

Unser Tipp für das beste Musikerlebnis im Auto: Die Lieblingsmusik auf dem Handy, aber es nerven störende Geräusche im Hintergrund? Man würde den Klang gerne etwas aufpeppen? Oder man möchte nur einen Teil des gesamten Songs abspielen? Kein Problem! Mit Programmen aus dem Internet kann man seine Musik bearbeiten und sie so zuschneiden, wie man es gerne möchte. Auch Audioeigenschaften, wie etwa Lautstärke und Geschwindigkeit, lassen sich manuell einstellen. So kann man sich selbst seine Lieblingsmusik mixen und sie im Nachhinein über das Smartphone im Auto abspielen lassen.